AvD warnt vor Auto-Verteufelung

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Der AvD fordert von der künftigen Bundesregierung einen Mobilitätsplan 2030. Foto: AvD/dpp-AutoReporter

Der AvD warnt vor einer Verteufelung des Kraftfahrzeuges und wiederholt seine Forderung, die dazu geführte Debatte zu versachlichen und differenziert zu führen. Angesichts der Tatsache, dass die individuelle Mobilität zu einem großen Teil vom Kraftfahrzeug abhängt und dies kurzfristig nicht geändert werden kann, schlägt der AvD vor, dass die neue Bundesregierung einen „Mobilitätsplan 2030" mit innovativen Mobilitätskonzepten für Wirtschaft und Gesellschaft ausarbeitet und fördert.


AvD-Generalsekretär Matthias Braun erklärt: „Die Automobilindustrie steht vor einem großen Wandel. Themen wie das autonome Fahren und das Automobil als digitales System gewinnen zunehmend an Bedeutung. Genau deshalb darf die Mobilitätsdiskussion nicht zu Lasten des Automobils durchgeführt werden."


Der Automobilclub von Deutschland hält es für zielführend und zwingend notwendig, den Individualverkehr zukunftsfähig und umweltfreundlich auszugestalten. Kein Pendler darf seinen Weg in die Stadt abgeschnitten bekommen. Natürlich müssen Manipulationen der Abgasreinigung von Motoren geahndet und es muss dafür gesorgt werden, dass die Systeme reibungslos funktionieren. Neben technischen Einrichtungen zur Verbesserung der Luftqualität sind nach Überzeugung des AvD zwingend Konzepte für die Gestaltung künftiger individueller Mobilität für Deutschland notwendig.


Matthias Braun: „Der AvD fordert von der künftigen Bundesregierung einen Mobilitätsplan 2030 mit einem ganzheitlichen Verkehrskonzept. Die Mobilitätsbedürfnisse von Millionen von Menschen werden nicht durch Fahrverbote verbessert. Im Gegenteil: Die so geführte Debatte läuft auf ein Denkverbot hinaus."


Dieser vom AvD geforderte Plan soll die Möglichkeiten verschiedener Antriebskonzepte prüfen, die Vernetzung der Verkehre vorantreiben sowie für eine durchgehende Verbindung von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr zu bezahlbaren Preisen sorgen. Der Plan soll auch dazu beitragen, die Infrastruktur beständig und nachhaltig zu finanzieren sowie die technische Entwicklung zur Sicherung der Arbeitsplätze zu fördern.


Der AvD hat bereits vor einiger Zeit die Initiative ‚Autoland Deutschland‘ ins Leben gerufen, mit der die Automobilindustrie zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen unterstützt werden soll: mit besonderem Blick auf die Bedeutung des Automobils für die Arbeitsplätze sowie für Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt in Deutschland. (dpp-AutoReporter/wpr)