1000 neue Arbeitsplätze bei Mercedes – in Russland

Picture

CEO Axel Bense setzt auf engen Schulterschluss mit russischen Partnern. Foto: MBMR/dpp

Mercedes-Benz baut ein neues Pkw-Werk im Land Wladimir Wladimirowitsch Putins (65) und stärkt damit das industrielle Engagement von Daimler in Russland, das sich bisher auf die Produktion von Nutzfahrzeugen konzentrierte. Das neue Pkw-Werk in der Region Moskau soll 2019 die lokale Produktion aufnehmen und startet mit der E-Klasse Limousine, anschließend folgen die SUV-Modelle GLE, GLC und GLS.

 

Insgesamt investiert das Unternehmen mehr als 250 Millionen Euro am russischen Standort. Die Produktion wird von der neu gegründeten Gesellschaft Mercedes-Benz Manufacturing RUS (MBMR) unter Leitung von Axel Bense (45) verantwortet. Der gebürtige Siegburger sagt: „Der Aufbau des ersten Produktionsstandorts von Mercedes-Benz Cars in Russland ist für mich und das Team eine spannende Herausforderung; wir setzen auf einen engen Schulterschluss mit unseren russischen Partnern aus Politik und Wirtschaft und freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Als Good Corporate Citizen wollen wir uns auch über die Werksgrenzen hinweg mit den Menschen in der Region Moskau verzahnen und Teil der Community werden."

 

Mit einem breit aufgestellten Vertriebsnetz und einer großen Modellpalette war Mercedes-Benz 2016 in Russland das vierte Jahr in Folge die zulassungsstärkste Premiummarke unter den Automobilherstellern. In den letzten zehn Jahren hat das Unternehmen seinen Pkw-Absatz in Russland vervierfacht.

 

Die Region Moskau punktet durch eine sehr gute logistische Anbindung, die Nähe zur Hauptstadt und die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften. Das neue Pkw-Werk ‚Moscovia‘ ist Teil des Industrieparks Esipovo und wird auf einer Grundstücksfläche von rund 85 Hektar Land alle Produktionsschritte vom Karosseriebau über die Lackierung bis zur Montage umfassen.

 

Mercedes-Benz setzt auf vollflexible Montage und modernste Technologien; mehrere Modelle können auf einer Linie gefertigt werden. Ein autonomer Materialfluss und eine wandelbare Anlagentechnik erlauben es, schneller auf die Kundennachfrage zu reagieren. Weitere Industrie 4.0-Maßnahmen werden in Form von innovativen IT-Technologien umgesetzt. Das Werk Moscovia wird mit allen Standorten von Mercedes-Benz weltweit vernetzt sein, sodass jede einzelne Anlage und jeder Roboter ortsunabhängig angesteuert und mit neuen Programmierungen versehen werden kann. Eine umwelt- und ressourcenschonende Produktion wird etwa durch das Konzept einer papierlosen Fabrik, Wärmerückgewinnung in der Lackierung und den Einsatz von Elektrostaplern in der Werkslogistik umgesetzt.

 

Am nordost-eurasischen Standort - und nicht in Deutschland - werden mehr als 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Bei der Auswahl und Rekrutierung seiner Mitarbeiter arbeitet Mercedes-Benz eng mit regionalen Arbeitsagenturen und nationalen ‚Behörden‘ zusammen. (dpp-AutoReporter/wpr)