Renault forciert neue Technologien für selbstfahrende Autos

Picture

Renault hat mit Partner Heudiasyc ein Zentrum für Grundlagenforschung nördlich Paris‘ eröffnet. Foto: RDAG/dpp-AutoReporter.

Renault treibt die Entwicklung des autonomen Fahrens weiter voran: Kürzlich hat das Unternehmen gemeinsam mit dem französischen Kooperationspartner Heudiasyc ein neues Forschungszentrum nördlich von Paris eröffnet, das Grundlagenforschung auf diesem Gebiet betreibt. Erst vor wenigen Tagen hatte die Renault-Nissan Allianz die Kooperation mit Transdev, einem Anbieter öffentlicher Verkehrsmittel, bekannt gegeben. Auch mit dem Software-Konzern Microsoft arbeitet Renault-Nissan im Bereich selbstfahrender Autos zusammen.

 

Renault und Heudiasyc haben das neue Labor SIVALab in Compiègne/F eröffnet, das sich der Grundlagenforschung zum automatisierten Fahren widmet. Schwerpunkt ist die effiziente Datenerhebung für das autonome Fahren. Heudiasyc ist ein Forschungsverbund der TU Compiègne und des nationalen Forschungsinstituts CNRS. Das Centre national de la recherche scientifique (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) ist als nationale französische Forschungsorganisation dem Forschungsministerium unterstellt und widmet sich der Grundlagenforschung.

 

Als Basis für das autonome Testfahrzeug dient der Renault Zoë. Damit Fahrzeuge in Zukunft eigenständig fahren können, müssen sie mit ihrer Umwelt interagieren. Dabei gilt es, komplexe Fragen nach freiem Parkraum, Hindernissen auf der Strecke und eventuelle Staus bei der Routenplanung zu berücksichtigen. Je exakter die Daten zum Standort des Pkw sind, desto verlässlicher und sicherer steuert das Automobil durch den Verkehr.

 

Die Wissenschaftler vom SIVALab gleichen für ihre Forschungen mehrere Datenquellen ab: Kartenmaterial, Informationen anderer Verkehrsteilnehmer und infrastrukturelle Daten wie etwa von Ampeln und intelligenten Fahrbahnbelägen fließen in die Berechnung ein. Die Partnerschaft ist zunächst auf vier Jahre angelegt.

 

Auch in einem weiteren Forschungsprojekt zum autonomen Fahren kommt der Renault Zoë zum Einsatz: Die Renault-Nissan Allianz testet in einem Joint Venture mit dem Unternehmen Transdev einen neuartigen öffentlichen On-demand-Mobilitätsservice. Transdev ist ein international agierender Anbieter im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Ziel der Kooperation: die Integration von fahrerlosen Fahrzeugen in das öffentliche Verkehrssystem. Die Feldtests mit dem Renault Zoë und der Routing-Software von Transdev finden in Paris-Saclay/F statt. (dpp-AutoReporter/wpr)